Matthias Schramm: über farne und meere
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Matthias Schramm
"über farne und meere", 2025
irgendwann zwischen zwei und drei hast du meinen namen
gesagt
oder das fenster oder einen anderen sohn den ich
nicht fragen kann:
wohin gehst du wenn die maschinen schweigen und das
zimmer sich
leert von deinem gewicht die fliege am fenster
überlebt dich ich hasse
sie dafür deine hände haben mich einmal gehalten jetzt
halte ich sie
und spüre darunter das knochenwerk dieses gerüst das
mich einmal trug
nur phalanx und nicht mehr fleisch schlafende und
sehnige harfe
die schwestern wechseln die infusion mit der
beiläufigkeit derjenigen
die die tagetes als kollegen kennen ich sitze daneben
und übe schon an
der form meines mundes der das wort hatte sagt
ich sitze daneben
neben dir neben mir neben uns flüsse umschriebene ufer
wasserfedern
strömungsmechanische signaturen und lerne wie man
verliert der noch
da ist in deinem hals arbeitet kies wie grundwasser
wie das geräusch
calla gluckern loslassen wurzel mein kleiner
geschliffener diamant sich
abreibendes graphen jemandes gelöste fette liebe
trauernde rose wenn
ein haus sich setzt in den boden aus dem es kam was
weiß die hand
die ich halte von der hand die sie einmal war als sie
mich wusch und
der waschlappen ein tier war und du das meer ich erbe
deinen schatten und
deine farne sie fallen noch von einem körper der schon
licht geworden ist.