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Reihen - Zyklen  

Neu im September

 
 

 Neu im August

Kinga Tóth
Merkur/ Frau

AUDIO
Aufnahme
& Text


Politik & Poesie
Zeitzünder


25.09. Henrik Ibsen:

Brand, 2. Akt

Michael Braun




VERLORENSEIN  
ALS  WELTGEFÜHL

Die Sehnsucht der
Emmy Hennings


ESSAY



Ulrich Schäfer-Newiger:
Sprache. Freiheit. Melancholie.



Über Helga M. Novak
als Dichterin

Daniel Bayerstorfer
Vom Schallen ferner Hörner

Essay über
Alfred de Vignys Le Cor


L O R C A



Zum 80. Todestag von
Federico García Lorca
täglich ein Beitrag,
mit Norbert Lange,
José F.A. Oliver,
Jerome Rothenberg,
Àxel Sanjosé, Nora Zapf,
Léonce W. Lupette,
Jack Spicer,
Jörg Neugebauer, Roland Erb
Ab dem 19. August

Birgit Kreipe
SOMA


Besprechung
Elke Engelhardt


all dies hier, Majestät, ist deins
Lyrik im Anthropozän




Anmerkungen
Markus Hallinger

Kerstin Becker
Biestmilch

Besprechung
Dirk Uwe Hansen

Audio
Christian Morgenstern
Galgenlieder

Übersicht aller Texte & Aufnahmen



mit Konstantin Ames,
Klaus Behringer,
Luise Boege,
Hilda Ebert,
Christian Filips,
Mara Genschel,
Markus Hallinger,
Mathias Monrad Møller,
Norbert Lange,
Tobias Roth,
Àxel Sanjosé,
Gerd Schäfer,
Walter Fabian Schmid,
Martin Schüttler,
Christel & Armin Steigenberger

            
Gedicht der Woche  
(22.09. - 29. 09. 2016)
Kerstin Preiwuß


Heute ist gar nicht schon der vierundzwanzigste.
Heute ist immer noch der einundzwanzigste Januar.
Der heißt doch Januar nicht Jänner.
Aber dort wo ich war am einundzwanzigsten Januar
hieß er Jänner.
Das ist die größte Kraftanstrengung meines Lebens.
Ich bin immer noch da aber auch von gestern.
Gestern hört nicht auf obwohl ich es verstanden hab
am einundzwanzigsten Jänner der heißt doch Januar.
In mir ist nur noch Januar.
Das ist die größte Kraftanstrengung meines Lebens.
Solange ich da bin möchte ich sprechen.
Aber nicht davon nicht vom einundzwanzigsten Januar.
Und was ich weiß will ich nicht sagen.
Ich will nur dass ich es fühle.
Mein Leben Januar.
Meine Taubheit Januar.
J’aime Januar.
Das ist die größte Kraftanstrengung meines Lebens.
J’aime steht hier aber schweigt schon wieder.
Ich trau ihm nicht.
Ich traue mir das reicht dann schon vom Januar.
Zu träumen ist auch so ein Ding.
Ein bläulich verfärbter Streifen am Hals
beringt das Täubchen und das ist der Zwang
der in den Worten liegt
legt als profanes Bild die Schlinge so
dass die Taube in der Taubheit ruht.
Lieber wortlos sein.
Ich weiß j’aime und das genügt mir schon
von der Taube dem Ring dem Januar.
Hier steht was ich verlassen hab.
J’aime steht auf und ich bin offen
für schwarze Plastikfahnen in den Bäumen.
Alles sichtbar verfangen.
Die Bäume laublos wie ich wortlos.
Ich weiß alles davon.
Ich weiß alles vom J’aime ohne Möglichkeit.
Das ist J’aime.
Ohne Möglichkeit ist nur Wirklichkeit.
J’aime ist in Wirklichkeit J’aime.

Kerstin Preiwuß: Gespür für Licht. Gedichte. München und Berlin (Berlin Verlag) 2016. 18,00 Euro.

Memo:

Im Shakespeare-Jahr
die 154 Sonette &
"A Lover's Complaint"

- übersetzt und kommentiert
von Günter Plessow


25. 09. 2016:           

"Einer Liebenden Klage"


Das Strophengedicht A Lover’s Complaint steht nicht aus purem Zufall am Ende des Originalbandes Shake-speares Sonnets (1609), sondern ist ein integraler Bestandteil des Werkes. Der kritische Grundcharakter, der sowohl die Sonette als das Complaint kennzeichnet und eng aneinander bindet, ist unverkennbar. Wie eng diese Bindung ist, läßt sich anhand einer Reihe von Indizien zeigen, obwohl der Modus der Rede so grundverschieden ist wie innen und außen. Waren die Sonette das skrupulöse Selbstgespräch eines Ich, das sich in sich an ein Du bzw. an die Welt wendet, so verwandelt die Erzählung den Dichter nun in einen anscheinend unbeteiligten Zuhörer einer in Tränen aufgelösten Dame, die eine Geschichte erzählt. Der Dichter übernimmt mithin die Rolle, die wir bislang gespielt haben, solange wir seinen Sonetten lauschten.

(...) Weiter & zu "A Lover's Complaint"

Die Münchner Anthologie

stellt lyrische Texte vor, die in der Zeit nach der Anti-Lyrik-Revolte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts entstanden sind.

Moderne Herangehensweisen – rhetorische, semiologische, strukturalistische, dekonstruktivistische usf. – werden vorgestellt.

Die Form essayistisch und spielerisch, so poetisch wie möglich und sehr persönlich – von der Hymne bis zur Verdammung, wird Schlaglichter werfen auf ein sonst unübersichtliches Gelände.

Zuletzt:

 
 

Meret Oppenheim:
(Endlich! Die Freiheit!) 1933

Karin Fellner:
"Endlich! Die Freiheit"

 
 

Jan Wagner:
zwei städte, 2014

Wolfram Malte Fues:
zwei städte

 



Montags=Text
/
19. September
Markus Hallinger:

Peripherie (Auszüge)

Kerstin Preiwuß
Gespür für Licht

Besprechung (lang)
Besprechung (kurz)
Alexandru Bulucz

Dagmara Kraus
wehbuch (undichte prosage)





Besprechung:
Jan Kuhlbrodt

Hendrik Jackson

Über die Müdigkeit des Rezensenten und wie sie verfliegt angesichts zweier neuer Zeitschriften-
nummern
(Schreibheft 86 und Randnummer 6•7•8)

Adrian Kasnitz
Glückliche Niederlagen

Besprechung
Meinolf Reul

Anja Kampmann
Proben von Stein und Licht

Besprechung
Dirk Uwe Hansen

Dmitrij Venevitinov
Flügel des Lebens

Besprechung
Jan Kuhlbrodt


Rolf Persch
abschied nehme ich schon immer

Besprechung
Jan Kuhlbrodt

Ilma Rakusa:
Listen, Litaneien, Loops

Anstelle einer Rezension
Kristian Kühn


Alexandru Bulucz
Anstatt einer Rezension zu einem Band, der nicht rezensiert wurde



Diagramm

Günter Plessow
Shakespeares
Sonettseptette


Besprechung
Jan Kuhlbrodt

 
 
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