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Manon Hopf: Drei Gedichte

Montags=Text

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Foto: Simone Scharbert
Manon Hopf
Drei Gedichte

so flatterhaft die zunge
lippen augenlider
alles
was im gesicht
offen leakt [wie
liebt] und schließt: segel
ohren nasen
flügelbeben ~ changeling [du]
balg: verpuppungsflieger
gerenderte*r falter*
in arrival ~ becoming
flegel / herzensbrecher*
in liebervoller heim
suchung



in falte
auch utopie
der ausdehnung ~ mich strecken
in deine ~ unendlichkeit
[ ]
loch & fehlannahme: dort
gäbe es [noch] nichts – und dieses
nichts mit meiner begierde ~
wie ein kuss der
deinen mund mit ersten
worten füllt ///

/// die sprachen wandern lassen
zwischen h°°hlen



& lippe gelegt an falte
ein leises
sifflement auf
kante tanzen lassen
ein atmen,
pfiff
auf scharfem papier
gespreizter bogen
schnitt
die angespannte flatter-
zunge singen ~ how very
very flattering


Manon Hopf, geb. 1990, lebt in Mannheim. Literaturstudium in Mainz, Masterstudium in Frankfurt am Main. M.A. Literarisches Übersetzen aus dem Französischen an der LMU München. Seit 2021 Mitglied im VdÜ, 2021 erschien der Lyrikband hand, legungen. Gerlinger Lyrikpreis 2024. Die drei Gedichte sind aus dem aktuellen Projekt "falter".
www.manonhopf.com

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