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Maria Wargin: Drei Gedichte

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Maria Wargin


Drei Gedichte


alles verstanden
nichts verstanden
wer stand am fenster
am frühen
morgen liefen schuhe vorbei
flüchtlinge –
nannte sie
Vatter
ein buchstabe
zu viel im Namen
oder zu wenig
aller Dinge.
und Menschen?
der Glückliche
Name
eines Jeden
einer Jeden
immer im blumen
garten
Ostblume du
die aufgeht
zum ersten
und immer wieder
denk
denk
denk
drei mal
ging Sonne auf
Luft wehte
da
2
die 2 kommt nicht nach
der 1
sie bleibt
sie
nicht er das war ein fehler
alles falsch tausende leben
alle nicht eines
endlos
Los
wird es weiter
gehen
-
.

(---)


du schwindest im
tiefschlaf papierhaut
noch warm
die tagesgrenze holt dich
ich hole dich
mit der axt ab
dein ringen lässt mich nicht
los
lose bin ich darin
verstummen
auge ins auge
es hallt der raum darin
du geflohen
aus unserer
schlusslinie kreist
wacht auf

(---)


hochzeitschober gemeißelt
in den wunden ab
grund
leere falten um
den ringer gelockt
ziehen bunt lanzen
fenster
rahmen gelockert

letzter.
und

---



(Maria Wargin: unveröffentlicht, 2017)

 
 
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