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Elke Erb: Das Gedicht ist, was es tut - 3

Rezensionen / Verlage


Jan Kuhlbrodt

Notizen zu Elke Erbs Berliner Rede zur Poesie


Notiz 3

Manche Positionen scheinen sich mir immer wieder zu bestätigen. Einmal Novalis' Diktum, dass alle Kunst Übersetzung sei, auch hier in Elke Erbs Text. Klar ist die Autorin auch Übersetzerin im landläufigen Sinn, allein wenn man an ihre Variante von Jessenins Poem Pugatschow denkt, und wie sie in dieser Übersetzung ihr Deutsch mit Jessenins Russisch tanzen lässt, aber Novalis meint etwas Anderes noch. Die Übersetzung schlechthin, also nicht, um zu ersetzen.
 

Am 14.7. 2017 notiert Elke Erb: „Natürlich bin ich unsicher beim Warten auf den Flixbus, nicht ich fahre ihn, bin Objekt. Bei anderen, Normalen ist das kein Problem, das Objekt gewinnt eine Selbstständigkeit. Bei mir, dem Schreib-Subjekt dirigiert ein objektives inneres Subjekt.“ S. 43.

Und dann bietet das Buch eine englische Variante des Textes, erstellt von Shane Anderson. „The outer ist often surprised by the results.“ So endet der hier zitierte Eintrag in seiner Übersetzung.


Elke Erb: Das Gedicht ist, was es tut. Berliner Rede zur Poesie, Bd. 3. Göttingen (Wallstein Verlag) 2018. 88 Seiten. 13,90 Euro.
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