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Andreas Gryphius: Kommentar Gedicht zu "An die Apostel" von Hans Thill

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Andreas Gryphius

An die Apostel über die Ankunfft des Heiligen Geistes.


Ihr scheint / nun Jesus weg / ganz ohne Trost zu seyn /
Drumb zeucht der Trost Gott selbst in eure Hertzen ein.



Hans Thill


Kommentar Gedicht


Andreas Gryphius

Kratzfuß Gratula
aus Andorra eine dürre Botschaft
Dr. Pflaume: gehe er da über
tote Bretter

(Gryphius / atmete / pausenlos)


An die Apostel über die Ankunfft des Heiligen Geistes.

als Taube im Anflug:
die sauberen Kirchen in Stahlnetze gehüllt,
die Simse verstachelt, wo sich der Wind fängt


Ihr scheint / nun Jesus weg / ganz ohne Trost zu seyn /

Ihr treuen Torfstecher man riecht an euch
den Pflanzenwuchs auf zehn Kilometer
und als eure Dörfer die Trockenheit verliess
gabs erstmal Brotfisch im Überfluss

Die nasse Hälfte schmerzt noch weiter


Drumb zeucht der Trost Gott selbst in eure Hertzen ein.

Ein Selfie meines Herzens, der gute Zeuge mit
Schwurhand immer an einer Stelle, die aber wanderte
in den Keller: Augentrost. Den Frust hatten die,
die immer schleppen sollten: meinetwegen Zeugleute
oder Theophagen mit verschwitztem Rücken
wie die Blümchen auf Lochners Wiese

GENUG Erde sie alle zuzudecken
Drumb greif dem grossen Vogel in die Tasche
als staubstummer Andi
nicht bei Trost, also kurz und nackig
fahre er mit dem Finger über den
beschnittenen Horizont
der Scheibe vom Weltapfel

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